Hier ein paar gute Gründe:

1. Im Lateinunterricht hat man die einmalige Chance, die Welt der Antike kennenzulernen, eine Welt, die einem sonst verschlossen bliebe. Dies ist keine völlig fremde und vergangene Welt, denn die Fragen und Themen, die die Menschen in der Antike bewegten, sind dieselben wie heute.

2. Lateinunterricht ist der Schlüssel zu den Wurzeln der europäischen Kultur: Die römisch-griechische Antike bildet die kulturelle und geistige Grundlage Europas. In Kunst, Literatur, Wissenschaft, Architektur, Philosophie, Recht - überall finden sich die Spuren der Antike.

3. Im Lateinunterricht lernt man - quasi nebenbei - auch die Geschichte und Kultur der Griechen kennen: Mythen, Theater, Kunst, Geschichte, Philosophie.

4. Für das Erlernen anderer Sprachen ist Latein überaus nützlich: Wer Latein kann, der weiß, „wie Sprache funktioniert“ - das gilt nicht nur für eng verwandte Sprachen wie Spanisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch oder Rumänisch, sondern auch für ganz andere Sprachen, die mit Latein nicht verwandt sind.

5. Vom Lateinunterricht profitiert auch die eigene Muttersprache: Der Lateinunterricht schult das Sprachgefühl und das Nachdenken über Sprache. In keiner anderen Fremdsprache beschäftigt man sich so intensiv mit Grammatik und stilistischen Fragen. Wer nebenbei lernen will, wie eine gute Rede klingt, ist hier genau richtig.

6. Lateinunterricht dient wie kein zweites Fach der Schulung der Lesekompetenz. Studien haben erwiesen, dass ein mindestens vierjähriger Lateinunterricht die Lesekompetenz von Studierenden stärker verbessert als der Besuch eines Deutsch-Leistungskurses in der Oberstufe!

7. Latein ist - neben Griechisch - noch immer Grundlage der wissenschaftlichen Fachsprache, sei es in Geschichte, Physik oder Kunst.

8. Wer am Ende der 10. Klasse mindestens die Note „ausreichend“ erlangt, erwirbt damit als anerkannten Abschluss das Latinum, welches noch immer für diverse Studiengänge nützlich ist.