Der Fachbereich Religion

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ (Martin Buber, Religionsphilosoph)

Foto: S4-Kurs Religion mit dem Engel der Kulturen an der ev.-luth. Kirche Blankenese.

 

Im Religionsunterricht findet diese Begegnung wirklich statt, denn wir unterrichten Religion nach dem Hamburger Modell des "Religionsunterrichts für alle". Deshalb wird im Religionsunterricht nicht nach evangelischen, katholischen, jüdischen, muslimischen oder atheistischen Schülern getrennt. Alle sind im Religionsunterricht für alle willkommen, mehr noch: der Religionsunterricht lebt gerade von der Begegnung, vom Dialog aber gerade dadurch auch von der Diskussion, vom Ringen mit Wirklichkeit und vom existenziellen Suchen nach Wahrheit. Diese offene Form des Religionsunterrichts erteilt religiösen Absolutheitsansprüchen und fundamentalistischen Grundhaltungen eine klare Absage.

Der Religionsunterricht findet in den Klassen 5 und 6 je zweistündig im Klassenverband statt. Ab Klasse 7 können die Schüler zwischen Religions- und Philosophieunterricht wählen. Bis zum Abitur bleibt es aber dabei, dass der Religionsunterricht nicht konfessionell getrennt, sondern dialogisch ausgerichtet ist und sich an alle interessierten Schülerinnen und Schüler richtet.

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In den Klassen 7 und 8 findet der Religionsunterricht zur Zeit gemeinsam mit dem Philosophieunterricht in Form von zwei Projektwochen statt.

In den Klassen 9 und 10 wird Religion je zweistündig unterrichtet.

In der Oberstufe bietet das Gymnasium Blankenese Religionsunterricht in zweistündigen Wahlkursen an, zum 2016 neu eingerichteten Profil Gene, Gott und Galaxien gehört ein vierstündiger Religionskurs. Neben wissenschaftspropädeutischen Fragen nach der Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und Glaube werden hier auch bioethische Fragestellungen die Erkenntnisse aus dem Biologie- und Physikunterricht ergänzen und möglicherweise auch hinterfragen: Darf der Mensch alles tun, was er kann? Gibt es ethische Grenzen? Wer setzt diese?

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In allen Klassenstufen baut der Religionsunterricht inhaltlich auf zwei Säulen auf, die sich gegenseitig ergänzen:

  • Die Theologie fragt nach Gott, nach dem, was uns unmittelbar angeht, und geht davon aus, dass das, was ist, nicht alles ist.
  • Die Ethik fragt nach dem Menschen, nach der direkten Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler.

Insofern ist es das Ziel des Religionsunterrichts, möglichst nah an den Fragen und Themen der jeweiligen Altersgruppe die Wirklichkeit der Schülerinnen und Schüler vor dem Horizont jüdisch-christlicher Tradition zu deuten.

Das klingt komplex – ist es auch – macht aber gerade deshalb allen Beteiligten richtig viel Spaß: den Schülerinnen und Schülern sowie den sechs evangelischen Religionspädagoginnen und –pädagogen, die das Fach unterrichten.

Gerade wenn fundamentalistische religiöse Gruppen die Welt terrorisieren und zugleich populistische islamophobe und antisemitische Positionen auch bei uns in Hamburg wieder laut werden, gilt es, den Schülerinnen und Schülern ein offenes, anderen Lebensentwürfen gegenüber tolerantes und zugleich ein kritisches Weltbild zu ermöglichen. Das ist das Ziel des Religionsunterrichts am Gymnasium Blankenese.

 

 

 

 

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Mailen Sie an Thomas Kotte (Fachleitung Religion).