GESCHICHTE DES GYMNASIUMS BLANKENESE

Der Neuanfang

1945: Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Unterricht in ganz Blankenese fällt aus, die Schulen sind Lazarette für Kriegsverwundete. Erst Anfang August müssen sich alle schulpflichtigen Kinder melden, hunderte Flüchtlinge kommen neu hinzu. Wegen Raummangels wird sogar in Privaträumen unterrichtet, wenn man Heizmaterial mitbringen kann.

1946: Verlängerte Weihnachtsferien, weil in den Schulen nicht geheizt werden kann. Fehlende Schuhe sind eine häufige Entschuldigung für Schulversäumnisse. Viele Schüler holen sich in der Villa des Hesseparks täglich ein warmes Mittagessen, das schwedische Bürger spenden.

1947: Das Gymnasium Hochrad (damals „Oberschule für Mädchen in Hamburg-Gross Flottbek“) nimmt gastweise Schülerinnen der Blankeneser Oberschule für Mädchen auf.

1949: Mit Gründung der Bundesrepublik Deutschland herrscht an den Schulen akuter Lehrermangel, vor allem an Männern. Am Gymnasium Blankenese unterrichten viele Lehrerinnen, deren Männer gefallen sind, und Lehrer, die ihre "pädagogische" Ausbildung beim Militär erfahren haben.

1952: Die Zeiten bessern sich. Mit dem Hesse-Bad bekommt Blankenese ein eigenes Schulschwimmbad.

1954: schafft Hamburg die 1949 eingeführte sechsjährige Grundschule wieder ab. Nun kann man ab Klasse 5 aufs Gymnasium gehen; vor der Aufnahme steht eine Prüfung, zu der die angehenden Gymnasiasten zwei Wochen lang zur Probe auf die "Oberschule" müssen.

1959: zieht die "Wissenschaftliche Oberschule für Mädchen in Blankenese" aus dem unteren Gebäude aus und nach Willhöden. Das freie Gebäude wird zu Gunsten der verbliebenen "Wissenschaftlichen Oberschule für Jungen in Blankenese" u. a. in Fachräume für Physik und Biologie umgewandelt.

Weiß jemand mehr zur Schulgeschichte oder hat alte Fotos/Dokumente? Dann bitte Mail an Schularchiv.