Bundesfinale „Jugend trainiert“ in Schonach – Wintersport auf höchstem Niveau
Was für eine Leistung für das Gymnasium Blankenese! In Schonach traten unsere Skilangläuferinnen und Skilangläufer beim Bundesfinale gegen die besten Talente Deutschlands an. Auf anspruchsvollen Loipen beweisen sie Kampfgeist, Leidenschaft und technisches Können auf höchstem Niveau.
Beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Schonach im Schwarzwald zeigte sich einmal mehr, was mit Leidenschaft und Engagement möglich ist. Obwohl der Frühling bereits Einzug gehalten hatte, gelang es dem Ausrichter des Bundesfinals 2026 in der Nachbargemeinde Schönwald im Schwarzwald, auf der Rollskistrecke eine absolut wettkampfwürdige Loipe zu schaffen.
Mit großem Einsatz wurde der letzte verbliebene Schnee auf eine anspruchsvolle, 1,4 Kilometer lange Strecke verteilt und hervorragend präpariert. Nachttemperaturen unter null Grad sorgten dafür, dass die Strecke trotz frühlingshafter Bedingungen am Tag erhalten blieb. So fanden die besten Nachwuchssportlerinnen und -sportler aller Bundesländer perfekte Wettkampfbedingungen vor – Deutschlands Talente traten hier auf allerhöchstem Niveau gegeneinander an.
Starke Leistungen der Hamburger Schulen
Auch Hamburg war mit mehreren Teams vertreten – und überzeugte mit ausgezeichneten Ergebnissen in allen Altersklassen.
In der U14-Mixed-Konkurrenz bewies das Gymnasium Blankenese Teamgeist und Leistungsstärke und belegte einen starken 12. Platz. Je drei Mädchen und drei Jungen starteten im Mixed-Wettbewerb; gewertet wurden die zwei schnellsten Mädchen sowie die zwei schnellsten Jungen. Am Folgetag entschied die Staffel: Klassikläuferin auf Klassikläufer, anschließend Skatingläuferin und Skatingläufer. Beide Ergebnisse wurden addiert. Das Gymnasium Hochrad erreichte hier einen respektablen 14. Platz.
Bei den U16-Mädchen bestätigte die Geschwister-Scholl-Stadtteilschule ihre ausgezeichnete Form aus dem Landesfinale und lief souverän auf Rang 11. Die sehr junge Mannschaft des Gymnasiums Blankenese zeigte eine starke Leistung und durfte sich über Platz 15 freuen. Da alle Athletinnen mindestens noch ein weiteres Mal in dieser Altersklasse antreten können, werden sie künftig vielleicht an die starken Leistungen der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule anknüpfen.
Spannend machten es die U16-Jungen: Nach dem ersten Renntag lag das Gymnasium Blankenese auf Platz 10, die Geschwister-Scholl-Stadtteilschule auf Platz 12. In einem fulminanten Staffelrennen überzeugten Ray N’kounou, Roy N’kounou und Marcel Weiz mit großem Kampfgeist und sicherten sich am Ende verdient den 11. Platz. Das Gymnasium Blankenese hatte hingegen Pech: Ein Sturz des Klassikläufers und eine unglückliche Verkettung mehrerer Stürze in der Wechselzone kosteten wertvolle Sekunden. Der Vorsprung aus dem Vortag schmolz dahin – am Ende fehlten in der Gesamtwertung lediglich 30 Sekunden auf die Stadtteilschule.
Angesichts der Konkurrenz durch Wintersportgymnasien und schneereiche Bundesländer ist es eine kleine Sensation, technisch so stark zu laufen und diese Platzierungen zu erreichen.
Starke Einzelplatzierungen
Die sprintstärksten Hamburger kamen in diesem Jahr von der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule: Ray N’kounou belegte in der Einzelwertung einen hervorragenden 37. Platz. Sein Zwillingsbruder Roy folgte mit nur einer Sekunde Rückstand auf Rang 38. Schnellstes Hamburger Mädchen war Nika Cosic auf Platz 48.
Im Nachwuchsbereich überzeugten zwei Athleten des Gymnasiums Blankenese: Greta Spindler erreichte Rang 52, Georg Maas Platz 56.
Was diesen Wettbewerb so besonders macht
Fragt man die Schülerinnen und Schüler, was das Bundesfinale einzigartig macht, hört man immer wieder:
- den außergewöhnlichen Teamgeist,
- die Möglichkeit, einen im Schulsport erlernten Sport auf höchstem Niveau auszuüben,
- den Vergleich mit der Spitze Deutschlands,
- die fröhliche und respektvolle Atmosphäre unter allen Sportlern und das gelebte Fairplay,
- die professionelle Organisation und das stimmige Rahmenprogramm,
- die Mischung aus Paralympics und „Jugend trainiert“ – hier wird echte Inklusion gelebt.
Für Hamburg und den Fachausschuss Skilanglauf steht fest: Es lohnt sich, in diese Form der Förderung junger Menschen zu investieren. Neben sportlichen Erfolgen entstehen hier Erinnerungen, Freundschaften und Erfahrungen, die weit über den Wettkampf hinausreichen – Momente, die ein Leben lang bleiben.
Marianne Wulkop für den FA Skilanglauf




